Aktuelles

90. Kunsthistorischer Studierendenkongress

Breitengrade. entdecken. erforschen. erleben

Der 90. KSK findet dieses Jahr vom 26.-29. Mai in Kassel statt. Das Programm finden Sie hier sowie weitere Informationen unter: http://ksk-kassel.de

Denkmalsschutz

Offener Brief

Liebe Mitglieder des Ulmer Vereins,

Christian Freigang, Kai Kappel und Kerstin-Wittmann-Englert haben einen Offenen Brief an den Berliner Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel, und die Senatsbaudirektorin, Regula Lüscher, zum fragwürdigen Umgang mit der Friedrichwerderschen Kirche von Karl Friedrich Schinkel geschickt, den wir Ihnen gern zur Kenntnis geben möchten.

Bitte lesen Sie den vollständigen Wortlaut in der Ausgabe 1.2016 von kunsttexte.de oder über den Dokumentenserver der HU Berlin via diesem Link.

Neues Orga-Team und Homepage

AG Kunstproduktion und Kunsttheorie im Zeichen globaler Migration

Die AG 'Kunstproduktion und Kunsttheorie im Zeichen globaler Migration' hat seit dem 1. März 2016 ein neues Organisationsteam sowie eine eigene Homepage.

Über Letztere wird die AG fortan über alle Neuigkeiten und Veranstaltungen informieren. Sie erreichen die Homepage unter:  http://www.ag-kunst-migration.de

Neuerscheinung

kritische berichte

Das Heft 4.2015 der kritischen berichte ist kürzlich erschienen. Hier finden Sie den Link zum Inhalt.

Sommersemester 2016

90. KSK in Kassel zum Thema "Breitengrade"

Der 90. KSK der vom 26. bis zum 29. Mai 2016 in Kassel stattfinden wird, steht unter dem Motto „Breitengrade“. Mithilfe verschiedener Beitragsformen wie Vorträgen oder Workshops soll dabei die Beziehungen innerhalb der Kunstwelt und deren Veränderungen erarbeitet werden. Zudem soll die Rolle der Kunsthistoriker*Innen bzw. Kunstwissenschaftler*Innen in diesem Gefüge ausgelotet werden. 

Das Konzept

Künstler, Kunstmarkt, Museen und Wissenschaft bilden ein weit verzweigtes Netzwerk. Sie alle fungieren als Mittler zwischen Kunst und Betrachter, Produzent und Konsument. Dieses globale System des stetigen Wandels ermöglicht eine weitgefasste Auseinandersetzung mit dem Thema Kunst. Der Kongress möchte diese verschiedenen „Breitengrade“ der Kunstwelt gemeinsam mit Referenten, Studenten und Besuchern abschreiten und sich die Grenzen sowie Übergänge erschließen.

Die Gastgeberstadt Kassel bietet mit seinen zahlreichen Kunst- und Kulturstätten sowie ihrer stets präsenten Geschichte der Weltkunstausstellung documenta mannigfaltige Möglichkeiten, diese „Breitengrade“ zu entdecken, zu erforschen und zu erleben. Denn alle fünf Jahre lässt sich dabei ein wiederkehrendes Phänomen erkennen: Die Kunst bleibt, wenn auch nicht faktisch, selbst nach der 100-tägigen Ausstellung stets präsent. Die verschiedenen Werke prägen das Stadtbild und konfrontieren die Rezipienten mit den Positionen der verschiedenen Kunstauffassungen. Zudem lässt sich am Beispiel der Stadt die fortschreitende Globalisierung der Kunst erkennen. Wurden zur ersten documenta im Jahr 1955 internationale Werke lediglich im Fridericianum, dem ersten Museumsbau Europas, gezeigt, so sind neuere Konzeptionen oftmals global orientiert. So ließ Carolyn Christov-Bakargiev die documenta 13 neben dem Hauptstandort Kassel auch in Afghanistan, Ägypten und Kanada stattfinden. Ihr Nachfolger Adam Szymczyk greift mit Athen als zweiten Standort diese Idee für das Konzept der 2017 stattfindenden documenta 14 wieder auf.

Diesem hier aufgezeigten globalen und geographischen Netzwerk der Kunst sind auch die Kunstschaffenden untergeordnet. Der Künstler, sein geographischer sowie kultureller Ursprung und sein Werdegang bilden dabei die wohl offensichtlichsten Einflüsse auf die Kunst. Soziale Unterschiede sowie persönliche Erlebnisse werden oftmals in ihren Werken verarbeitet. Die Künstler sind ein fester Bestandteil der Maschinerie Kunstmarkt – ob gewollt oder nicht. Die Ausstellungsorte, Museen und Galerien, bilden dabei ein ganz besonderes geographisches Feld in der Kunstwelt. Einige Künstler versuchen jedoch diesem scheinbar festen Drei-Parteien-System zu entfliehen. Kunst im urbanen Raum, Street bzw. Urban Art und die Orientierung weg von der gegenständlichen Kunst stellen einige solcher Versuche dar. 

Neben der offensichtlichen Symbiose aus Kunstschaffenden und Kunstmarkt wirken sich auch politische sowie ökonomische Veränderungen auf das System aus Künstlern, Kunstkäufern bzw. -verkäufern und Museen aus. Die kunsthistorischen Veränderungen von der Rezeptionskunst hin zur Reflexionskunst sind geprägt von Umbrüchen. Die Motivik in der bildenden Kunst wurde stets von diesen Umschwüngen beeinflusst. Politische Veränderungen wie der Kolonialismus und die Regentschaft unterschiedlicher Herrscher hatten vor allem in Europa einen bedeutsamen Einfluss auf die Position der Kunst, die uns heute vermittelt wird. Die Zensur, sei es durch Regierung oder Kirche, wirkt sich auf die Entwicklung der Kunst aus. Die Geburt der Wunderkammer, Sammlungen voller Artefakte sowie Naturalia der Fürsten und Herrscher des 14. Jahrhunderts ebnete den Weg hin zum heutigen Museum und zeigt den Einfluss außen- sowie innenpolitischer Entwicklungen. Neben politischen Ereignissen beeinflusst auch das Internet mehr und mehr die Kunstwelt. Rankingseiten sowie virtuelle Rundgänge durch Museen verändern die Beziehung zwischen Werk, Rezipient und Institution. Auch der Kunsthandel erhält durch virtuelle Plattformen und Auktionsseiten eine neue Dynamik. Kunst verkommt bisweilen zum lukrativen Geschäft und einem gewagten Spiel um Rekordpreise.

Final gilt es den „Breitengrad“ der eigenen Verortung in diesem System abzuschreiten. Die Rolle der Kunsthistoriker*Innen bzw. Kunstwissenschaftler*Innen in diesem dichtgewebten Netz aus Kunst, Kunstmarkt und der Kunstgeschichtsschreibung soll hierbei näher beleuchtet und hinterfragt werden.

Der 90. KSK möchte mit dieser Thematik Studierende aller Semesterstufen anregen und ihnen eine Plattform für ihre Forschungen und Ideen bieten. Als Vertretung und gemeinsames Sprachrohr der Studierenden der Kunstgeschichte und Kunstwissenschaften im deutschsprachigen Raum bietet der KSK zudem einen Rahmen, um nicht nur Inhalte und Methoden unserer Disziplin und hochschulpolitische Fragen zu besprechen, sondern auch um kritisch zu reflektieren oder sich auszutauschen. Wir laden daher alle Studierende und Wissenschaftler*Innen der Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft sowie alle Interessierten herzlich dazu ein, kunstbezogene und interdisziplinäre Beiträge in Form von Vorträgen, Workshops, Führungen oder anderen kreativen Formaten einzureichen, mit denen diese Variabilität an Einflüssen differenzierbar und erfahrbar gemacht werden kann. 

Workshop, 14.-16. Januar 2016, Heidelberg

Border Crossings: Migration Arts and Arts of Migration

AG Art production and art theory in times of global migration, Ulmer Association for Art- and Cultural Sciences

Date: January 14 – 16, 2016
Venue: HCTS, 69115 Heidelberg, Vossstr. 2, Gb. 4400, Room 212

Organization: Cathrine Bublatzky, Christiane Brosius 

Border Crossings: Migration Arts and Arts of Migration 

PROGRAMME

Thursday: January 14, 2016

4-5 pm Prinzhornsammlung Dubuffets Liste (for early arriving guests, meeting at 3:45 at the main entrance, Voßstraße 2, 69115 Heidelberg)
 
6 pm   ‘Coming together’ Dinner at Pizzeria Osteria Zafferano
Poststraße 34 69115 Heidelberg


Friday: January 15, 2016

9:00 - 9:30 am
 
Welcome by Christiane Brosius and Cathrine Bublatzky
9:30 - 10:45 am   Monica Juneja A way to stay – migration and the dilemma of language.
 
10:45 - 11:15 am
 
Coffee & Tea
11:15 - 11:55 am
 
Birgit Mersmann (Köln University)
Migratory Aesthetics in Visual Translation. Practices of Displacement in Documentary Photography of Migration
 
11:55 - 12:35 pm  Franziska Koch (Heidelberg University)
Exploring the theoretical potential of “transnationality” and “translocality” in a case study on Noh Suntag’s photographic mediation of Korean border issues 
 
12:35 - 1:45 pm 
 
Lunch (HCTS)
 
1:45 - 2:25 pm Kerstin Meincke (Duisburg-Essen University)
Weltkunstgeschichte, postkolonial 
 
2:25 - 3:05 pm
 
Danijel Cubelic (Heidelberg University)
Contested Cartographies: Sharjah Biennial and the Politics of Artistic Knowledge Production in the UAE 
 
3:05 - 3:30 pm
 
Coffee & Tea
 
3:30 - 5:30 pm 
 
Internal Meeting
 
6:00 - 8:00 pm  Heidelberger Kunstverein ‘Es war einmal ein Land...’ Hauptstraße 97, 69117 Heidelberg
 
8:00 pm  Dinner at Café und Weinstube Burkardt
Untere Strasse 27, 69117 Heidelberg


Saturday: January 16, 2016

9:30 am Travel to Karlsruhe, meeting at Heidelberg main train station

11:00 am >DIE GLOBALE, ZKM
(1 hr guided tour; it will be in German with a focus on Global Games and Armin Linke; afterwards there will be the possibility of having lunch in the museum restaurant as well as an extended visit to the entire exhibition DIE GLOBALE)


General information:
Presentations can be held in German or English  

Aktualisierung:

Bild – Kompetenz – Vermittlung

Die vom Ulmer Verein unterstützte Arbeitsgruppe BILD  KOMPETENZ  VERMITTLUNG hat ihr Programm aktualisiert

Bitte finden Sie den Link zur neuen Seite hier.

Die AG ist eine Initiative von Alke Vierck, Romy Kühnert, Christine Busch und Yella Hoepfner 


Kontakt
Postanschrift

Ulmer Verein - Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.

c/o Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin