AG Arbeitsbedingungen Kunstwissenschaft (AG AK)

Die AG hat sich 2020 konstituiert. 

Wer sich engagieren möchte, ist herzlich eingeladen mitzumachen. Bei Interesse könnt ihr Kontakt über arbeitsbedingungen@ulmer-verein.de aufnehmen.

Derzeitige Mitglieder der AG AK sind:
Julia Bärnighausen
Hanna Baro
Henrike Haug
Ann-Kathrin Hubrich
Andreas Huth
Ina Jessen
Kathrin Rottmann
Anja Schürmann

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Zeitverträge, zunehmend kürzere Laufzeiten, Drittmittelabhängigkeit und unsichere Karriereperspektiven prägen unseren Berufsalltag an den Universitäten, in Forschungseinrichtungen, an Museen, privaten und öffentlichen Institutionen, im Denkmalschutz, in Galerien, Auktionshäusern, Stiftungen, etc. – unabhängig davon, ob wir angestellt sind, freiberuflich arbeiten oder auf Honorarbasis beschäftigt werden. Dabei stehen gute Lehre, erfolgreiche Forschung und qualitätvolle, nachhaltige Arbeit in einem direkten Zusammenhang mit sicheren Beschäftigungsverhältnissen und stabilen beruflichen Perspektiven.

Nicht erst seit der Corona-Pandemie sind wir unmittelbar von prekären Arbeitsbedingungen betroffen. Keines unserer Tätigkeitsfelder – von der universitären Kunstwissenschaft über die Arbeit für Museen und Archive bis hin zu freiberuflichem Kuratieren und der Kunstvermittlung – ist davon ausgenommen. Erhebungen wie der vom Stifterverband und McKinsey herausgegebene Hochschulbildungsreport (https://www.hochschulbildungsreport2020.de) sowie der Hochschulreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (https://www.dgb.de/themen/++co++701f435a-2589-11eb-b49a-001a4a160123) haben die prekäre Situation zahlloser Beschäftigter an deutschen Hochschulen zum wiederholten Male offengelegt; eine Umfrage des Arbeitskreises Provenienzforschung von 2019 bestätigt den Befund. Auch in anderen Feldern kunstwissenschaftlicher Arbeit sind Kettenbefristung, Lohndumping und Überstunden die Regel.

Die AG Arbeitsbedingungen Kunstwissenschaft (AG AK) ist eine Initiative von Kunst- und Kulturwissenschaftler:innen im Ulmer Verein, die für ein Ende der Befristungspolitik und faire Beschäftigungsverhältnisse eintreten. Als Netzwerk zur solidarischen Unterstützung zwischen Beschäftigten im Kunst- und Kulturbetrieb, Unterstützer:innen und Bündnispartner:innen aus Universitäten, Museen, Gewerkschaften u. a. will die AG Arbeitsbedingungen Kunstwissenschaft (AG AK) Prekarität und Prekarisierung sichtbar machen und dazu beitragen, bessere Arbeitsbedingungen dauerhaft und nachhaltig zu etablieren.

Ziele und Projekte der AG Arbeitsbedingungen Kunstwissenschaft (AG AK)

  • Prekarisierung sichtbar machen und thematisieren
  • aktivierende Umfragen als Grundlage für zielgerichtete Kritik
  • Erfahrungsaustausch und Diskussion ermöglichen, um Strategien für bessere Arbeitsbedingungen zu entwickeln
  • Prekarisierung durch konkrete Forderungen und Maßnahmenpakete entgegenwirken
  • Vernetzung, Solidarität und Solidarisierung organisieren
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Online-Diskussion „Prekäre Arbeitsbedingungen in der Pandemie: Einladung zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch“
Diskussion und Erfahrungsaustausch, Donnerstag, 4. März 2021, 

Nicht erst seit der Corona-Pandemie sind Kunstwissenschaftler:innen, Kunst- und Kulturschaffende ganz unmittelbar von prekären Arbeitsbedingungen betroffen. Die Krise jedoch verschärft die Situation und verdeutlicht, wie rechtlos, ausgeliefert und abhängig nicht festangestellte Mitarbeiter:innen sind.

Die AG Arbeitsbedingungen Kunstwissenschaft (AG AK) des Ulmer Vereins (Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e. V.) lädt aus diesem Grund Kolleg:innen aus den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern – von der Universität über Museen und Archive, freiberufliche Kurator:innen und Kunstvermittler:innen – am Donnerstag, den 4. März 2021 um 18 Uhr zum Erfahrungsaustausch ein.

Wir wollen uns gemeinsam einen Ein- und Überblick über die momentane Beschäftigungssituation verschaffen: Wo brechen Anschlussverträge weg, wer ist davon in welchem Maße betroffen? Wie wirkt sich die zeitliche Extrabelastung durch die digitale Lehre auf die anderen Arbeitsgebiete aus – und wie auf die Qualifikationsarbeiten? Welche Universitäten und Museen haben schon Hilfsangebote umgesetzt – u. a. durch die Verlängerung von Arbeitsverträgen, durch die Entlastung von Forscher:innen mit care-Aufgaben und/oder Mitarbeiter:innen am Ende der Vertragslaufzeit? Wie gestaltet sich die Situation für Freiberufler:innen durch eine veränderte Auftragssituation? Welche unmittelbaren Schwierigkeiten ergeben sich etwa durch die Schließung von Museen und öffentlichen Institutionen? Welche Rechte haben wir und welche Forderungen wollen wir stellen? Wo brauchen wir besonders dringend Unterstützung und Solidarität?

Ablauf:

  • Vorstellung der AG Arbeitsbedingungen Kunstwissenschaft (AG AK)
  • Präsentation des Projekts „aktivierender Fragebogen“ zur geplanten Umfrage „Arbeiten mit befristeten Verträgen: Die Situation in den Kunstwissenschaften“
  • Erfahrungsaustausch und Diskussion

Die Veranstaltung findet digital über Zoom statt – Teilnehmer:innen sind herzlich dazu eingeladen, auch in anonymisierter Form (also ohne Namensnennung und ohne Einschaltung der Kamera) an der Diskussion teilzunehmen oder uns vorher ihre Berichte und Einschätzungen zu übersenden: arbeitsbedingungen@ulmer-verein.de.

Kontakt
Postanschrift

Ulmer Verein - Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.

c/o Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Email:
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