kritische berichte.

Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften
Mitteilungsorgan des Ulmer Vereins - Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.

Die Redaktion der kritischen berichte und der Vorstand des Ulmer Vereins begrüßen Themenvorschläge für Hefte. Obwohl die kritischen berichte vor einigen Jahren als Themenhefte konzipiert wurden, bitten wir von Anfragen für die Publikation von Tagungsbänden abzusehen.

Heft 4.2021

Die Kunsthistorikerin? Bilder und Images

Brigitte Sölch, Jo Ziebritzki und Anja Zimmermann Die Kunsthistorikerin? Bilder und Images. Editorial
Irene Below Hedda Guradze und Hanna Grisebach - unsichtbare (Vor)Bilder und ein nicht erteilter Auftrag
Anja Zimmermann Gruppenbilder mit Dame. Visuelle und diskursive Images der Kunsthistorikerin* am Beispiel einiger Fotografien des Ersten Deutschen Kunsthistorikertages von 1948
Henrike Haug Zur Un/Möglichkeit des Gelehrtinnenbildes
Jo Ziebritzki Wie die eigene Wahrnehmung zu wissenschaftlicher Erkenntnis wird - untersucht anhand von Lees und Anstruther-Thomsons "Beauty and Ugliness" (1897)
Brigitte Sölch Wider das heutige Image der Kunsthistorikerin? Frühe Forschungsfelder wie Architektur, Landschaftsraum und Territorium
Änne Söll Weltenretterin, Hellseherin, Emanze. Zur populären Inszenierung von Kunsthistorikerinnen und Archäologinnen im zeitgenössischen Film und Serienproduktion
Annette Dorgerloh Rettung in letzter Sekunde - Kunsthistorikerinnen in Historienfilmen zum Thema Kunstraub in der NS-Zeit / Kriegsende
Debattenbeitrag Arbeitsbedingungen in den Kunstwissenschaften
Kendra Birken, Alexandra Rau, Birgit Blättel-Mink Akademische Sorgearbeit in Zeiten ihrer digitalen Verhinderung


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kritische berichte 4.2022: Neue kuratorische Strategien für alte Kunstsammlungen

Call for Articles

Neue kuratorische Strategien für alte Kunstsammlungen: Kunstwissenschaftliche Forschung als Basis für Outreach
kritische berichte 4.2022
Herausgegeben von María López-Fanjul y Díez del Corral (Staatliche Museen Berlin) und Andreas Huth (TU Berlin)

Sind vormoderne Kunstwerke nur alt – oder veraltet? Welche Bedeutung haben sie für Museumsbesucher:innen? Und was sagen sie Menschen, die selten ins Museum gehen?

Mit Fragen wie diesen beschäftigen sich inzwischen viele der Kurator:innen in den westlichen Sammlungen. Für sie ist das Museum nicht mehr der vom alten bürgerlichen Bildungsideal und dessen Kanon geprägte „Schaukasten“, sie wünschen sich Mut zur Vielfalt der Perspektiven, sie wollen einem diverseren Publikum mehr bieten als ästhetischen Genuss oder poppig verpackte alte stories. 
Solange das Publikum trotzdem kommt, ändert sich wenig – seit langem aber registrieren viele Häuser sinkende Besucher:innenzahlen. Dem sollten vor allem die als Tourismusmagnet konzipierten Blockbuster-Ausstellungen entgegenwirken, die während der letzten Jahrzehnte einen schier unaufhaltsamen Aufstieg erlebten. Zumindest im Westen hat die Idee der Großschau mittlerweile ihren Zenit überschritten – nicht zuletzt, weil das Format neuen, herausfordernden Themen entgegensteht und der angewachsene Leihverkehr die Objekte strapaziert.

Unübersehbar ist inzwischen aber auch, dass es vielfach gerade im Kernbereich der Museumsarbeit – der Erforschung der eigenen Sammlung und dem Kuratieren von Dauer- und Wechselausstellungen – an methodischer Vielfalt und Strategien zur Bindung und (Rück-)Gewinnung des zunehmend diversen und hier vor allem des lokalen Publikums mangelt. Hierauf reagieren in jüngerer Zeit neue kuratorische Ansätze, die unter anderem unter der Bezeichnung Outreach firmieren. Wie etwa die Ausstellungsreihe „Der zweite Blick“ des Berliner Bode-Museums verbinden sie klassische kuratorische Aufgaben mit dem Perspektivenreichtum der aktuellen kunstwissenschaftlichen Forschung und einer verstärkten Sensibilität für die Bedürfnisse der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts. Ihre Grundlage ist die Idee eines multiperspektivischen und integrativen Kuratierens, das auf die Erweiterung des Besucher:innenspektrums und die Aktivierung und Bindung des Publikums zielt.

Für das Ende 2022 erscheinende Heft 4 der kritischen berichte sind Beiträge gewünscht, die die Verbindung von Outreach-Kuratieren mit kunstwissenschaftlicher Forschung untersuchen und konkrete Projekte aus bzw. für Museen und Sammlungen mit historischen Artefakten (Sonderausstellungen, Dauerausstellungen, digitale Projekte, Veröffentlichungen usw.) vorstellen.

Bitte schicken Sie Ihr Abstract mit max. 2.000 Zeichen und einen kurzen Lebenslauf (zusammengefasst in einem PDF) in deutscher oder englischer Sprache per E-Mail an:
andreas.huth@tu-berlin.de oder m.lopez-fanjul@smb.spk-berlin.de
Frist: 30. Januar 2022

Die Rückmeldung über die Annahme des Textes erfolgt bis zum 14.02.2022. Die fertiggestellten Texte im Umfang zwischen 10.000-20.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen und Fußnoten) und maximal drei Schwarz-Weiß-Abbildungen müssen bis 1. Juli 2022 eingereicht werden.

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New Curatorial Strategies for Old Collections: Art Historical Research as a Basis for Outreach
kritische berichte 4.2022 
Edited by María López-Fanjul y Díez del Corral (Staatliche Museen Berlin) and Andreas Huth (TU Berlin)

Are pre-20th-century works of art just old or outdated? What meaning do they have for museum visitors today? And what do they tell to people who rarely visit museums?

Many of the curators of Western collections are now dealing with questions like these. For them, the museum is no longer the "showcase" shaped by the old bourgeois educational ideal and its canon; they demand more courage in order to devise a diversity of perspectives, they want to offer to a more diverse audience more than aesthetic enjoyment or newly packaged old stories.
As long as the public keeps coming little will change, but up to now, many institutions have been registering declining visitor numbers for a long time. The blockbuster exhibitions designed as tourism magnets, which have experienced an almost unstoppable rise over the last decades, were supposed to counteract this fault. Nonetheless, particularly in the Western World, the idea of the large-scale exhibition has now exceeded its zenith - not least because its format opposes new challenging themes and the increased loan traffic is exposing the objects to undesirable risks.

In the meantime, however, it is also obvious that in many cases, especially in the core area of museum work - researching the museum's own collection and curating permanent and temporary exhibitions - there is a lack of methodological diversity and strategies for retaining and regaining an increasingly diverse audience and, in particular, the local one. In recent times, new curatorial approaches, among others those known as “Outreach”, have been reacting to solve these problems. Such as the exhibition series “Der zweite Blick (The Second Glance)” at the Berlin Bode-Museum, they combine traditional curatorial tasks with the richness of perspectives of current research and an increased sensitivity to the concerns of 21st-century society. Their foundation is the idea of multi-perspective and integrative curating, which aims to broaden the spectrum of visitors and activate and engage audiences.

For issue 4 of the “kritische berichte” (to be published at the end of 2022) we are looking for contributions that explore the connection between outreach curating and academic research on the fields of Art History, Art Theory, and Archeology. As well as contributions presenting specific projects from or for museums and collections of historical artefacts (temporary exhibitions, permanent exhibitions, digital projects, publications, etc.).

Please send your abstract of max. 2,000 characters and a short CV (summarised in a PDF) in German or English by email to:
andreas.huth@tu-berlin.de or m.lopez-fanjul@smb.spk-berlin.de
Deadline: 30 January 2022

Information on the acceptance of the contribution will be sent by 14 February 2022.
Contributions of between 10,000-20,000 characters (including spaces and footnotes) and a maximum of three black and white illustrations must be submitted by 1 July 2022.

Heft 3.2021

Rassismus in der Architektur / Racism in Architecture

Regine Heß, Christian Fuhrmeister, Monika Platzer Aus dem 'Toten Winkel' zum Mainstream? Eine Bestandsaufnahme. Editorial
Catharina Meier Network of Black Professionals Working in the Building Industry
Maja Lee-Voigt Public Urban Space Matters!
Reflections on Regulation and Racialization of Public Urban Space through Spatialized Policing Practices
Itohan Osayimwese From Postcolonial to Decolonial Architectural History: A Method
Ole W. Fischer Der 'blutige' Durchbruch des belgischen Art Nouveau. Die Kongo-Freistaat-Ausstellung in Tervuren 1897
Monika Platzer Politisches über zwei "unpolitische" Architekten. Roland Rainer und Karl Schwanzer im Nationalsozialismus
Regine Heß Deconstructing Nationalist Mindsets in Architectural History and Theory by Questioning the Concept of the Single-Family House
Alexandra Klei Von der 'Wiedergutmachung' zum "Kampf gegen Antisemitismus". Bedeutungszuschreibungen an Synagogen in Deutschland nach 1945
Sabine Girg Am Rand der Stadt und der Gesellschaft: Das Wohnbauprojekt Poblado Gitano. O Vao, Pontevedra
Mira Anneli Naß Architektur von unten? Eine Kritik komplexitätsreduzierender Praktiken bei Forensic Architecture
Birgit Szepanski Smashing Figures - Ein performativer Spaziergang im Olympiapark Berlin
Benjamin Kaufmann, Christian Fuhrmeister Die Schandwache am Lueger-Ehrenmal in Wien im Oktober 2020
Arbeitsbedingungen in den Kunstwissenschaften: Debattenbeitrag  
Christian Frühm, Henry, Kaap, Léa Kuhn Hochschulinnovation und kein Ende? Ein Plädoyer für mehr Arbeit an der Arbeit



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Heft 2.2021

Engpässe der Überlieferung. Narrative, Dramaturgien und Mythologien der Verschonung, des Bewahren und des Überlebens

Engpässe der Überlieferung. Narrative, Dramaturgien und Mythologien der Verschonung, des Bewahrens und des Überlebens

Julian Blunk, Markus Dauss Engpässe der Überlieferung. Editorial
Daniel Rimsl Maria, der in den Flammen unversehrte Dornbusch. Ein Marienbild in Amberg nach dem Bildersturm
Sebastian Dohe Auferstehung in Erz - das Weimarer Residenzschloss im Zyklus von Vernichtung und Erneuerung
Hans Christian Hönes Vor der Flut. Humbert de Superville und die Abgründe der Vorzeit
Sophie Stackmann Die Kehrseite des Fragments? - Überlegungen zur Integrität historischer Objekte bei John Ruskin und Alois Riegl
Markus Dauss Ruinen der Moderne: Le Corbusiers Rekonstruktion und Dekonstruktion des antiken Tempels
William Diebold Reliable Things: The Exhibition Romanische Kunst (Cologne, 1947)
Annika Wienert Überlieferung in Trümmern. Zur fotografischen Repräsentation des zerstörten Warschaus in der Volksrepublik Polen
Anna Degler Was bleibt? Bruchstücke für eine europäische Kulturgeschichte der Überlieferung
Julian Blunk Galaktischer Engpass und verdichteter Kanon: Kunst und Kulturerbe im Raumschiff
Arbeitsbedingungen in den Kunstwissenschaften: Debattenbeitrag  
Eva-Maria Troelenberg Struktur und Diversität. Zur Debatte über die Arbeitsbedingungen in den Wissenschaften



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Heft 1.2021

Rahmen und Rahmungen als Ornament

Rahmen und Rahmungen als Ornament

Anna Magnago Lampugnani, Simone Westermann Rahmen und Rahmungen als Ornament. Editorial
Reinhard Köpf Rand - Rahmen - Rahmung. Zur Frage der Bedeutung von Rahmen und rahmendem Ornament in der mittelalterlichen Glasmalerei
Jennifer Bleek Rahmungen als Ornament? Filippo Brunelleschi und das Phänomen peripherer Bildlichkeit in der vormodernen Architektur
Gina Möller Rahmender Bau, schmückendes Bild. Überlegungen zum Motiv des Triumphbogens im römichen Cinquecento-Grabmal
Isabella Augart Riquadratura. Intermediale Valenzen der Rahmung bei Hausaltären des Quattrocento
Linda Keck Aus den Fugen. Bilder zum Klappen
Maja-Luisa Müller Ornamentwerden. Techniken der Ornamentalität in Blockintarsien
Sophie Suykens Ornamental Edges in Textile Art History: Philip II´s Border Design for the Story of Noah Tapestries (1562-1565)
Anna Lena Frank Vom Altarbild zum Epitaph - Rahmenbedingungen einer Metamorphose. Der Rahmen von Jacopo Tintorettos Auferweckung des Lazarus in der Lübecker Katharinenkirche
Steffen Zierholz Gillis Mostaerts Taufe Christi: Rahmenbilder als Deutungsrahmen
Lars Zieke Die Grenzen des Galanten. Zu transgressiven Rahmenstrukturen in Antoine Watteaus Arabesken
Arbeitsbedingungen in den Kunstwissenschaften: Debattenbeitrag  
Henrike Haug, Andreas Huth, Franziska Lampe, Kathrin Rottmann, Yvonne Schweizer
für den Vorstand des Ulmer Vereins und die Redaktion der kritischen berichte
Kollektive Handlungsmacht erringen! Arbeitsbedingungen in den Kunstwissenschaften



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Dr. Henry Kaap 
Redaktion kritische berichte
Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Kunstgeschichte
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80798 München