Kunsthistorischer Studierendenkongress

Der KSK ist der Kunsthistorische Studierendenkongress. Seit seiner Gründung im Jahr 1969 wird er vom Ulmer Verein in seinem Anliegen, die Studierenden aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zu vernetzen und ihre Belange zu vertreten, unterstützt.

Der seit 2013 bestehende KSK-Sprecher_innenrat ist weiterhin aktiv darum bemüht, die deutschsprachigen Studierenden der Kunstgeschichte auch abseits der beiden Konferenzen zu vertreten. Unter anderem wurde eine ständige Internetpräsenz unter www.der-ksk.org eingerichtet. 

Leipzig, 24.–27. Nov. 2016

Programm des 91. KSK in Leipzig

DON 24. November

17.00 Uhr
Vortragssaal Albertina

Eröffnung des
91. Kunsthistorischen Studierendenkongresses in Leipzig

GRUSSWORTE
Frau Prof. Dr. Nadja Horsch, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Kunstgeschichte, Universität Leipzig;
Ann-Kathrin Hubrich, Vorstandsmitglied des
Ulmer Vereins – Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.; Sprecher•innenrat des KSK

17.45 Uhr
Vortragssaal Albertina
ERÖFFNUNGSVORTRAG
›Wer sieht wen? Differenzkonstruktionen als kunsthistorischer Forschungsgegenstand‹
Sophie Annette Kranen

19.30 Uhr
Pöge-Haus
VERNISSAGE ›vermeintlich anders‹ 


FRE 25. November

9.00 Uhr
Vortragssaal Albertina
Frühstück

9.30 Uhr
Vortragssaal Albertina
PANEL 1
›Nationen zwischen Austausch und Aneignung‹
Hatice Özdoğan Türkyılmaz
Nina Kraus
Johanna Wurz

11.50 Uhr
Pause

12.20 Uhr
Vortragssaal Albertina
WORKSHOP zu Berufsperspektiven der Kunstgeschichte

13.15 Uhr
Vortragssaal Albertina
HOCHSCHULPOLITISCHER WORKSHOP

14.00 Uhr
Mittagspause

15.30 Uhr
Grassimuseum
PERFORMATIVER WORKSHOP ›verkehrteWelt‹

16.00 Uhr
FÜHRUNGEN
›Baumwollspinnerei‹, ›Der Leipzi- ger Osten – Neustadt im Wandel, Denkmäler im Fluss der Zeit‹

18.00 Uhr
FÜHRUNGEN
›G2 Kunsthalle‹, ›Der Leipziger Westen – Industriekultur & Kunst- räume‹, ›Passagen in der Leipzi- ger Innenstadt‹

21.00 Uhr
Pöge-Haus 
LESUNG ›Stippvisite‹ 


SAM 26. November

9.00 Uhr
Vortragssaal Albertina
Frühstück

10.00 Uhr
Vortragssaal Albertina 

PANEL 2
›Die Konstruktion des Anderen‹
Sebastián Eduardo
Isabelle Schön

11.30 Uhr
Pause

11.50 Uhr
Vortragssaal Albertina
PLENUM I

13.30 Uhr
Mittagspause

14.30 Uhr
Vortragssaal Albertina
PLENUM II

15.30 Uhr
Pause

15.50 Uhr
Vortragssaal Albertina
PANEL 3
›Sprache und Fremdheit‹
Jasmin Trächtler
Lara Hoffmann

18.10 Uhr 
Institut für Kunstgeschichte
WORKSHOP
›Kunst und Urheberrecht‹

21.00 Uhr
Pöge-Haus
GEMEINSAME PARTY


SON 27. November

09.30 Uhr
Institut für Kunstgeschichte
Frühstück

11.00 Uhr
Institut für Kunstgeschichte
PANEL 4
›Das Andere im Eigenen und im Gegenüber‹
Carina Sperber
Marta Dannoritzer
Max-Michael Böhner

13.20 Uhr
Kaffeepause

13.45 Uhr
Institut für Kunstgeschichte
RESÜMEE

14.30 Uhr
Institut für Kunstgeschichte
ÜBERGABE an den 92. KSK in Münster

15.00 Uhr
Galerie für zeitgenössische Kunst
Museum der bildenden Künste
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig

Gemeinsamer Besuch in Leipzigs Kunst-
und Kulturinstitutionen

Leipzig, 24.–27. Nov. 2016

Call for Papers

91. Kunsthistorischer Studierenden Kongress
"Vermeintlich anders"

Grenzen zum vermeintlich Anderen entstehen im Kopf. Unsere Selbstwahrnehmung und unsere Sozialisation bestimmen, was wir als fremd empfinden und rufen unterschiedlichste Reaktionen hervor. Es entsteht ein Spielraum für Annäherung, Austausch und schließlich Bereicherung, aber auch für Gleichgültigkeit, Abgrenzung oder sogar Gewalt.

Wie nähert man sich einem Phänomen an, das je nach Perspektive droht, verzerrt zu werden?
Die Auseinandersetzung mit dem Fremden, aber auch mit der Entfremdung von sich selbst, sind Themen, die immer wieder von Künstler*innen aufgegriffen werden und Raum für mehr oder weniger bewusste Positionierungen bieten. Dabei entstehen bis heute unterschiedliche künstlerische Zeugnisse, die von Reisen und Dialogen erzählen, gleichzeitig jedoch auch Machtstrukturen offenlegen können. Aktuell zeigt sich, dass ebenso Massenmedien, die gewachsene Mobilität und die Heterogenität einer zunehmend globalisierten Gesellschaft große Auswirkungen auf die zeitgenössische Kunst haben.

Welche Relevanz und Aktualität können künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Fremden heute für uns haben und wie können wir damit umgehen?
In diesem Kontext nimmt die Kunstgeschichte als eine Wissenschaft, die künstlerische Zeitzeugnisse reflektiert, eine zentrale Rolle ein. Eine kritische Betrachtung der eigenen Wissenschaftsgeschichte sowie der angewandten Methoden ist dabei unablässig. Zu einen gibt uns die Kunstgeschichte Kategorien und andere Werkzeuge, die einen Zugang zur Kunst ermöglichen, zum anderen können uns diese vorgegebenen Strukturen den Blick verstellen. Auch die Frage nach kulturellen Konstrukten, die unter anderem durch Institutionen wie Museen gebildet werden, kann deutlich machen, welche unbewussten Mechanismen Fremdheit erzeugen.

Welche Wahrnehmungsmuster lassen sich erkennen und welchen Einfluss kann Kunst auf die eigene Identität, die Politik und das Zeitgeschehen haben?
Es zeigt sich, dass die Rezeption des scheinbar Anderen in der Kunst zuweilen nicht nur Ausdruck von Faszination ist, sondern auch im Schatten von Imperialismus, Kolonialismus, Rassismus oder Sexismus gesehen werden muss. Um sich diesen Aspekten nähern zu können, bieten sich sowohl traditionellkunstgeschichtliche als auch interdisziplinäre Methoden an. Dabei kann sich beispielsweise an ikonographischen und stilgeschichtlichen Ansätzen genauso wie an postkolonialistischen, transkulturellen oder queerfeministischen Studien orientiert werden.

Gibt es einen Bedeutungswandel des Fremden, der sich innerhalb der Kunstgeschichte nachvollziehen lässt?
Wir möchten auf dem 91. KSK in Leipzig den Diskurs über das Fremde in der Kunstund Bildgeschichte aus verschiedenen Blickwinkeln thematisieren und laden herzlich alle Studierenden der Kunstgeschichte, von Studienanfänger*innen bis Promovierenden, dazu ein, sich mit Vorträgen, Workshops oder anderen Formaten zu beteiligen. Englischsprachige Beiträge von Studierenden, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, werden gleichrangig berücksichtigt. Zudem soll im Rahmen eines hochschulpolitischen Plenums die studentische Vernetzung gefördert werden.

Wir sind gespannt auf Eure Einsendungen und freuen uns darauf, Euch bald in Leipzig begrüßen zu dürfen und mit euch vier gemeinsame Tage zu gestalten.

Eure Abstracts von ca. einer Seite für die 20 bis max. 25 minütigen Vorträge könnt ihr uns bis 15. August 2016 mit einem akademischen Lebenslauf an 91.ksk.leipzig@gmail.com senden. Wenn ihr Ideen für andere Formate habt, dann wendet euch einfach direkt an uns.

Mehr Informationen findet Ihr hier: http://ksk-in-leipzig.de


Kontakt
Postanschrift

Ulmer Verein - Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.

c/o Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6 
10099 Berlin