Kunsthistorischer Studierendenkongress

Der KSK ist der Kunsthistorische Studierendenkongress. Seit seiner Gründung im Jahr 1969 wird er vom Ulmer Verein in seinem Anliegen, die Studierenden aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zu vernetzen und ihre Belange zu vertreten, unterstützt.

Der seit 2013 bestehende KSK-Sprecher_innenrat ist weiterhin aktiv darum bemüht, die deutschsprachigen Studierenden der Kunstgeschichte auch abseits der beiden Konferenzen zu vertreten. Unter anderem wurde eine ständige Internetpräsenz unter www.derksk.org eingerichtet. 

Das Programm ist da!

99. KSK in Frankfurt am Main (20. - 23. Mai 2021)

Vom 20. bis zum 23. Mai 2021 findet der 99. KSK unter dem Motto "Bildproteste" erneut in digitaler Form statt. Das Programmheft steht zum Download unter www.derksk.org

Welche Bedeutung kommt dem Konzept “Bildproteste” in der Kunstwissenschaft eigentlich zu? Wo und wie treffen wir auf Protest, Subversion und Gegenströmungen? Angeregt durch das 2019 in der Reihe “Digitale Bildkulturen” erschienene Buch “Bildproteste - Widerstand im Netz” von Prof. Dr. Kerstin Schankweiler, soll eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema in den Fokus des 99. KSK an der Goethe-Uni gerückt werden. 

Werfen wir einen Blick auf den byzantinischen Bilderstreit während des 8. und 9. Jahrhunderts, wird uns bewusst, dass es unterschiedliche Formen von Bildprotesten schon seit sehr langer Zeit gibt: Der Streit zwischen den Ikonoklasten und den Ikonodulen um die Frage “Wie verwendet und verehrt man Ikonen?” löste enorme Beschädigungen bis hin zu Zerstörungen christlicher Kunst aus. Verfolgen können wir die politische Signifikanz von visueller Kultur bis in die Gegenwart mit Blick auf das ikonische Bild des Tank Man, welches während der Proteste am Tiananmen Platz in Beijing 1989 aufgenommen und von der chinesischen Regierung verboten wurde. Seither hat das Foto im Netz ein Eigenleben in Verbindung mit unterschiedlichen Memes entwickelt. Kerstin Schankweiler machte in ihrem Buch auf das Potential und die Protestwirkung von Bildern im Web 2.0 aufmerksam. Sie erklärt, in welcher Weise soziale Medien zu Orten politischen Protests geworden sind. Dabei entstünden durch die Graswurzel-Ästhetik von Selfies Hashtagkampagnen und Affektgemeinschaften die — anders als konventionelle politische Bewegungen — Menschen international miteinander verbinden. 

All dies möchten wir zum Anliegen unserer Forschungsdiskussion machen und den Begriff “Bildproteste” in den kunsttheoretischen Kanon einführen. Hierbei soll aus allen relevanten Bereichen der Kunstwissenschaft und Kunstgeschichte geschöpft werden, wie der Ästhetik und Kulturproduktion im Kontext von politischem Widerstand, den Bedingungen von Subversivität in Kunstwerken, als auch politische Bildprogramme und Bilderstürme. Auch Formate politischer Teilhabe und öffentlicher Aufmerksamkeit, die in der visuellen Kultur angesprochen werden können, sind von wesentlichem Interesse. Wir möchten uns auf Proteste  durch als auch gegen die Kunst und Kunstfreiheit beziehen, um dem breit gefächerten Anspruch des Kongresses gerecht zu werden. Dies ermöglicht uns  diverse Beiträge mit unterschiedlichen Epochenschwerpunkten inkludieren zu können.

Email: 99.ksk.ffm@derksk.org
Instagram: https://www.instagram.com/derksk.offiziell/


Kontakt
Postanschrift

Ulmer Verein - Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.

c/o Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6 
10099 Berlin


www.derksk.org