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Einmal im Monat montags, ab Jan. 2021

Lunchtalks des Ulmer Vereins

Montag, 25. Januar 2021, 13h bis 14h
Is Diss it? 10 Ideen fürs Doktorat
Franziska Lampe und Yvonne Schweizer

In den letzten Semestern des Masterstudiums mehren sich die Fragen: Will ich promovieren? Lieber direkt in die Praxis einsteigen? Oder kann ich beides vereinen? Wie lange dauert eine Promotion und was gilt es bis zum Doktortitel zu beachten? Die Workshop-Leiterinnen stellen anhand der eigenen Biografien mögliche Wege in die Promotion vor. Und diskutieren mit euch, was genau es eigentlich bedeutet, mit Kind, ohne Kind, mit Anstellung, ohne Anstellung, dafür aber mit Stipendium, im Inland, im Ausland, ... zu promovieren.

Montag, 22. Februar 2021, 13h bis 14h
Das Ende der Kunstgeschichte als Aufbruch. Zwei studentische Initiativen fordern das Fach heraus
EDK Köln und EDK Berlin im Gespräch mit Andreas Huth und Henrike Haug

Ihre Facebook-Seiten sind mit der Frage „Hat die Kunstgeschichte ein Problem?“ überschrieben – eine Frage, in der die Antwort bereits enthalten zu sein scheint. Doch statt nur einem hat das Fach eine ganze Reihe von Problemen, die nach Ansicht der beiden studentischen Initiativen angepackt werden müssten. In ihren Veranstaltungen diskutieren die Gruppen aus Berlin und Köln mit ihren Gästen intensiv und engagiert postkoloniale Herausforderungen, Genderfragen, Rassismus, Nachhaltigkeit und strukturelle Ungleichheiten.

Montag, 22. März 2021, 13h bis 14h
Politik(en) des Ausstellens. Zwischen (post-)kolonialen Paratexten und Inszenierungen des Lesens
Diane Hillebrand und Christopher A. Nixon im Gespräch mit Ann-Kathrin Hubrich und Yvonne Schweizer

In einem theoretischen wie kuratorischen Bogen zwischen ihren Ausstellungen „Grenzenlos. Kolonialismus, Industrie und Widerstand“ und „Bad Readings“ diskutieren Christopher A. Nixon (Philosoph, Kurator für koloniale Vergangenheit und postkoloniale Gegenwart) und Diane Hillebrand (Szenografin) gegenhegemoniale Inszenierungen von Lesesituationen im Ausstellungskomplex. Sie denken mit postkolonialen Theorien und queeren Literaturwissenschaften über den kuratierten Raum nach und stellen sich im gemeinsamen Gespräch den Chancen und Schwierigkeiten, sobald sich Texte als ein Medium zwischen den leiblichen Besucher*innen-Erfahrungen und den ausgestellten Objekten begreifen lassen.

Montag, 26. April 2021, 13h bis 14h
Der zweite Blick: Überraschende Perspektiven auf vormoderne Kunst
María López-Fanjul y Díez del Corral (Kuratorin für Outreach, Bode-Museum) im Gespräch mit Henrike Haug und Andreas Huth

Dr. María López-Fanjul y Díez del Corral ist Kuratorin für Outreach an den Staat-lichen Museen Berlin (Gemäldegalerie und Bode-Museum): Ihre Aufgabe ist, wie sie sagt, „die Forschung, die im Museum stattfindet, in der Gesellschaft zu posi-tionieren“. Hierfür müsse man "Brücken schlagen: Brücken vom Museum in die Gesellschaft, aber auch Brücken zwischen den einzelnen Abteilungen innerhalb des Museums“. Diesem Anspruch folgt die erfolgreiche Ausstellung „Spielarten der Liebe“ im Bode-Museum (2019), die "einen zweiten Blick auf Sammlungs-werke, die sich mit der Vielfalt sexueller Identitäten, ihrer Wahrnehmung, Bewer-tung und künstlerischer Verarbeitung befassen“, ermöglicht. Sie bildete den Auf-takt einer Reihe, die als nächstes "Frauenbilder" (2021) thematisiert. Im Hinblick auf vormoderne Kunst ist jedoch nicht nur die Themenwahl ungewöhnlich, son-dern auch das Format: Die Ausstellungen werden in die ständige Präsentation im Museum implementiert. Darüber, wie das konkret aussieht, wie es funktioniert und welche Ideen hinter diesem innovativen Konzept stehen, wollen wir mit María López-Fanjul sprechen.

Montag, 31. Mai 2021, 13h bis 14h
Prekäre Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft und das Wissenschaftszeitvertragsgesetz
Amrei Bahr, Kristin Eichhorn und Sebastian Kubon (#95vsWissZeitVG) im Gespräch mit Franziska Lampe und Kathrin Rottmann

Arbeit in der Wissenschaft muss man sich leisten können. An der Tagesordnung sind kurze und kürzeste Kettenbefristungen, halbe Stellen bei voller Arbeit, Über-stunden ohne Ende und das alles ohne halbwegs sichere Perspektive. Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz, ein extra für die Hochschulen geschaffenes Sonderbefristungsrecht, verschärft diese Situation, droht den befristet angestell-ten Stelleninhaber*innen praktisch das Karriereende, sollten sie es innerhalb einer gewissen Zeitspanne nicht auf eine der raren unbefristeten Stellen schaffen. Unter dem Hashtag #95vsWissZeitVG brach im Herbst 2020 auf Twitter ein Sturm der Entrüstung über diese Umstände aus. Es soll darüber gesprochen werden, welche Probleme dieses Gesetz nicht nur für die Betroffenen schafft und warum aufgrund dieser Prekarisierung der Arbeitsbedingungen die gesamte deutsche Wissenschaft unter ihren Möglichkeiten bleibt.

Montag, 28. Juni 2021, 13h bis 14h
Kunstraub und Kulturerbe. Das translocations-Projekt an der TU Berlin
Isabelle Dolezalek, Luca Frepoli, Merten Lagatz, Simon Lindner, Robert Skwirblies und Philippa Sissis im Gespräch mit Henrike Haug und Andreas Huth

Wem gehören Kulturgüter? Unter welchen Umständen gelten sie als rechtmäßig erworben? Was bedeutet das für unsere Museen? Über mehrere Jahre haben die Herausgeber:innen der gerade erschienenen Beute-Bände (siehe unten) im Rahmen des Forschungsclusters translocations (TU Berlin) Bilder und Texte über das Nehmen, Aneignen und Zurückgeben von Kulturgütern zusammengetragen – aus über 2000 Jahren Menschheitsgeschichte. In Zusammenarbeit mit internationalen Forschenden und mit Studierenden sind ein Bildatlas und eine Anthologie entstanden, die sich den Themen Kunstraub und Kulturerbe aus den unterschiedlichsten Perspektiven annähern. Im Lunch-Talk geben die Herausgeber:innen einen Einblick in das Konzept der Beute-Bände und die Arbeit des translocations-Projekts.

Montag, 26. Juli 2021, 13h bis 14h
Kunsthistorikerinnen 1910–1980. Theorien, Methoden, Kritiken
K. Lee Chichester und Brigitte Soelch im Gespräch mit Franziska Lampe und Yvonne Schweizer

„Altmeister“ und „Klassiker“ der Kunstgeschichte sind fester Bestandteil des universitären Studiums und fachgeschichtlicher Verortungen der Disziplin. Der Beitrag früher Kunsthistorikerinnen zu deren Entwicklung ist hingegen bis heute weitgehend unsichtbar. Der im Frühjahr 2021 im Reimer-Verlag erscheinende Band Kunsthistorikerinnen 1910–1980. Theorien, Methoden, Kritiken geht von einem breiten Kunstverständnis aus und fragt: Welche (neuen) Sichtweisen, Methoden und Fragestellungen haben die ersten Kunsthistorikerinnen entwickelt, die seit dem späten 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum zum Studium zugelassen wurden? Welche Wirkungsfelder haben sie sich erschlossen, bevor der Nationalsozialismus vielen von ihnen eine Zäsur setzte, die nach 1945 nur langsam überwunden werden konnte? Der Band stellt 24 Texte in Auszügen vor, die zwischen 1910 und 1980 entstanden sind und von Expertinnen kommentiert werden. Das Buch lädt somit exemplarisch zur erneuten Entdeckung der Vielfalt der Disziplin ein.

Montag, 27. September 2021, 13h bis 14h
Stella Kramrisch. Kunsthistorikerin zwischen Europa und Indien. Ein Beitrag zur Depatriarchalisierung der Kunstgeschichte
Jo Ziebritzki im Gespräch mit K. Lee Chichester und Henrike Haug

„Warum gab es keine bedeutenden Kunsthistorikerinnen?“ Nach einer kurzen Auseinandersetzung mit dieser zentralen Frage des Buches, werde ich das Werk und internationale Wirken von Stella Kramrisch vorstellen. Kramrisch, die 1919 bei Josef Strzygowski in Wien promoviert wurde, prägte mit ihren Veröffentlichungen und Ausstellungen während der folgenden zwei Jahrzehnte die Wahrnehmung indischer Kunst in Europa. Ein gutes Beispiel dafür ist die im Jahr 1940 am Warburg Institute eröffnete „Photographic Exhibition of Indian Art“, die durch geschickte Kulturvermittlung und hervorragende Fotografien enorm viele Besucher:innen anzog. Anhand dieses und weiterer Beispiele möchte ich aufzeigen, wie die Erforschung der Werke von Kunsthistorikerinnen einerseits historiographische Lücken füllt, und andererseits transhistorisch theoretisch und methodisch anregend ist.

Montag, 25. Oktober 2021, 13h bis 14h
Borders. Die Apéro Talks der AG Migration
Alma-Elisa Kittner, Kerstin Meincke, Miriam Oesterreich im Gespräch mit Franziska Lampe und Yvonne Schweizer

Seit April 2021 veranstaltet die AG Kunstproduktion und Kunsttheorie im Zeichen globaler Migration Apéro-Talks mit Künstler:innen, Kurator:innen und Wissenschaftler:innen. Im Zentrum steht die künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Grenzen und Grenzregionen der Gegenwart. In dem Talk zu den Talks stellen die aktuellen Sprecherinnen der AG das Format vor.

Montag, 22. November 2021, 13 bis 14 Uhr
Fünfzig Jahre Kunsthistorischer Studierendenkongress (KSK)
Organisationsteam des 100. Kunsthistorischen Studierendenkongress (KSK) im Gespräch mit Ann-Kathrin Hubrich und Franziska Lampe
 
Vom 17. bis zum 20. Februar 2022 findet der Kunsthistorische Studierendenkongress zum 100. Mal statt. Aus diesem Anlass sprechen Mitglieder des Organisationsteams über die fünfzigjährige Geschichte dieses studentischen Kongresses und ergründen das Potential des Themas, unter dem der Jubiläumskongress in München ausgerichtet wird: ver | wandlung | en – des KSK, des künstlerischen Sujets, der Methoden, Strukturen und Institutionen der Kunstgeschichte und ihrer angrenzenden Disziplinen. Als Organisationsteam des 100. KSK erachten wir es als substantiell, einen aktiven Austausch über solche Verwandlungen (in) der Kunstgeschichte im Rahmen unseres studentischen Kongresses zu fördern.
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