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88. KSK 06/2015 in Trier

zum Thema "Nacht"

Programm des 88. KSK in Trier

88. Kunsthistorischer Studierendenkongress, 4.-7. Juni 2015 in Trier

DONNERSTAG, 04.06.2015 IM STUDIHAUS

Ab 15:00 Uhr Begrüßung durch das KSK-Team Trier Begrüßung durch den Ulmer Verein (für Kaffee und Kuchen ist gesorgt)
16:00 Uhr Offizieller Beginn mit Grußworten durch den Freundeskreis der Universität Trier
Anschließend Eröffnungsvortrag Prof. Dr. Ulrike Gehring
Ab 20:00 Uhr Studihausparty


FREITAG, 05.06.2015 IN A9/10, UNIVERSITÄT TRIER

10:00 – 11:30 Uhr Lina Dolfen: Wassily Kandinsky und die Nacht
  Elena Treiber: Das Traummotiv im Werk von Max Beckmann
11:30 – 11:45 Uhr KAFFEEPAUSE
11:45 – 13:15 Uhr Vivien Kristin Buchhorn: Fotografie ohne Licht
  Lyubov Illyenko: Dark Tourism Photography. The Photography, delighted by Darkness, Death and Decay
Muss leider entfallen!
13:15 – 14:15 Uhr MITTAGSPAUSE
14:15 – 15:45 Uhr Patrick Kammann: Schöpfung aus der Dunkelheit. John Martins Mezzotinto-Arbeiten zwischen Himmel und Chaos
  Nina Kraus: Licht und Schatten in der Druckgraphik. Italienischer ‘clair-obscur’ Holzschnitt im 16. Jahrhundert
15:45 – 16:00 Uhr KAFFEEPAUSE
16:00 – 17:30 Uhr Matthieu Fantoni: ‘La Nuit’ von Philippe Druillet: Requiem für eine neue Kunstform? 
  Denis Grünemeier: Wenn es dunkel wird. Filmische Inszenierungen der Nacht
18:00 Uhr Abendvortrag: ‘Astronomie und Astrologie in Trier Ende spätestens gegen 19:30 Uhr
Ab 20:30 Uhr 2 x Stadtführung “Nachtschwärmer” Trier mit Weinverkostung für je max. 30 Personen


SAMSTAG, 06.06.2015 IN DER TUCHFABRIK (TUFA)

10:00 – 11:30 Uhr Johannes Vincent Knecht: Die Nacht als Effekt in der europäischen Malerei zwischen Gotik und Barock
  Esther Heyer: Kunst im Dunkeln – “Kunst inklusive!
Anschließend page2image20064Hochschulpolitischer Workshop
13:30 – 14:30 Uhr MITTAGSPAUSE
14:30 – 17:30 Uhr Hochschulpolitisches Plenum
Ab 19:30 Uhr Gemütliche Party in der TuFa mit Konzert-Act


SONNTAG, 07.06.2015 IM FRANKENTURM (WELTKULTURERBETAG)

11:00 – 12:30 Uhr Yasmin Frommont: Michelangelos Allegorien der Tageszeiten - Das Zusammenspiel der tektonischen und skulpturalen Gestaltung der Neuen Sakristei in Florenz.
  Lea Horvat: Der Nachthimmel über Berlin in den 1960ern: Zwei obskure Kulturgeschichten
12:30 – 13:00 Uhr MITTAGSPAUSE
13:00 Uhr Abschlussvortrag Prof. Dr. Gottfried Kerscher Ende des KSK und Übergabe an Düsseldorf
  Ende des KSK und Übergabe an Düsseldorf
 Gegen 14:30 Uhr Ende des offiziellen Teils

CALL FOR PAPERS: 88. KSK in Trier zum Thema "Nacht"

88. Kunsthistorischer Studierendenkongress, 4.-7. Juni 2015 in Trier

Auf dem 88. KSK in Trier wird die Nacht ins Licht gerückt

Das Wechselspiel von Tag und Nacht definiert seit Anbeginn der Zeit den Rhythmus unserer Welt. Nachdem die Dämmerung das Ende des Tages und den Beginn der Nacht eingeleitet hat, wird am Himmel der Blick auf die Weiten des Universums freigegeben. Durch die einbrechende Dunkelheit wird der Mensch in der Fähigkeit des klaren Sehens und Erkennens eingeschränkt und auf sein Assoziationsvermögen zurückgeworfen. Somit kommt der Nacht als Sphäre des Geheimnisvollen und Gefährlichen, des Unbewussten und des Traums eine besondere Stellung in der Gedankenwelt des Menschen zu. Andererseits lädt sie dazu ein, über Facetten des menschlichen Daseins nachzudenken, die während des geschäftigen Tages in den Hintergrund rücken. Auf dem 88. KSK in Trier vom 4. bis 7. Juni 2015 bietet das Thema Nacht die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit verschiedenen Kunstgattungen und -epochen sowie den Einbezug interdisziplinärer Beiträge. Wir laden daher alle Studenten der Kunstgeschichte sowie der Kunstwissenschaften ein, sich mit Ihrem Besuch, Vorträgen oder Workshops an der Gestaltung des KSK zu beteiligen. Wir freuen uns auf die Zusendung Eurer Beiträge und Ideen!

Call for Papers!

Abstracts bis 31.3.2015 als PDF an:
abstract@ksk-trier.de


Auf dem 88. KSK in Trier wird die Nacht ins Licht gerückt. Ihr Stellenwert für unsere Disziplin ist unbestritten, denn schon der Mythos von der Entstehung der Kunst beginnt bei Nacht: Plinius der Ältere beschreibt, wie Dibutadis, die Tochter eines korinthischen Töpfers, im Schein des Kerzenlichts den Schatten ihres Geliebten als Umrisslinie festgehalten und so zugleich die erste Zeichnung geschaffen hat.

Das Wechselspiel von Tag und Nacht definiert seit Anbeginn der Zeit den Rhythmus unserer Welt. Nachdem die Dämmerung das Ende des Tages und den Beginn der Nacht eingeleitet hat, wird am Himmel langsam der Blick auf die Weiten des Universums freigegeben. Durch die einbrechende Dunkelheit wird der Mensch in der Fähigkeit des klaren Sehens und Erkennens eingeschränkt und auf sein Assoziationsvermögen zurückgeworfen. Somit kommt der Nacht als Sphäre des Geheimnisvollen und Gefährlichen, des Unbewussten und des Traums eine besondere Stellung in der Gedankenwelt des Menschen zu. Andererseits lädt sie dazu ein, über Facetten des menschlichen Daseins nachzudenken, die während des geschäftigen Tages in den Hintergrund rücken.

Die Nacht bietet sowohl dem Künstler als auch dem Rezipienten zahlreiche Möglichkeiten der Interpretation. Schon früh wird sie als ideale Kulisse für religiöse und mythologische Szenen erkannt – so wird sie etwa von Rembrandt genutzt, um das sakrale Leuchten des Christuskindes zu unterstreichen. Einen Höhepunkt bilden barocke Nachtstücke, die ihre teils profanen, teils religiösen oder mythologischen Inhalte durch extreme Hell-Dunkel-Kontraste inszenieren. Doch die Nacht fungiert nicht nur als Kulisse, sie kann auch als Personifikation selbst zum Bildthema werden. Die zahlreichen Skulpturen der Nyx zeigen außerdem, dass sich die Auseinandersetzung mit der Nacht keineswegs auf die Disziplinen der Malerei und Graphik beschränkt.

In der Moderne wird die Bedeutungsvielfalt der Nacht genutzt, um mit ihrer Hilfe verschiedene Diskurse der Zeit künstlerisch aufzuarbeiten. So nutzen Künstler wie Otto Dix die Nacht als Folie für die Schrecken des Krieges oder die Vereinsamung des Menschen in der modernen Großstadt. Im Kontrast dazu findet aber auch das ausgelassene Leben der Bohème zu einem großen Teil bei Nacht statt, wie wir bei Toulouse-Lautrec sehen können. Zeitgenössische Werke wie die Land-Art von James Turrell zeigen, dass die Möglichkeiten der künstlerischen Bearbeitung, die die Nacht bietet, noch immer nicht ausgeschöpft sind. Seine Werke sprengen die Grenzen der klassischen Kunst: Hier ist die Nacht weder Kulisse noch Bildthema, sondern Material.

Auf dem 88. KSK in Trier vom 4. bis 7. Juni 2015 bietet das Thema Nacht die Möglichkeit der Auseinandersetzung mit verschiedenen Kunstgattungen und -epochen sowie den Einbezug interdisziplinärer Beiträge. Durch Vorträge und Workshops eröffnet der Kunsthistorische Studierendenkongress zahlreiche Möglichkeiten, neue Blickwinkel und Herangehensweisen an das Thema zu entwickeln. Im direkten Kontakt mit anderen KunsthistorikerInnen entsteht eine Plattform für die Präsentation eigener Arbeitsergebnisse und ihre inhaltliche Diskussion. Auch für Diskurse der Universitätspolitik und einen allgemeinen Erfahrungsaustausch bietet der KSK verschiedene Gelegenheiten. Alle Studierenden des Fachs Kunstgeschichte und der Kunstwissenschaften sind herzlich eingeladen, den 88. KSK in Trier durch ihren Beitrag mitzugestalten.

Anregungen zur Themenfindung:

  • Personifikationen der Nacht
  • Chiaroscuro-Malerei
  • Nächtliches Treiben z.B. bei Henri de Toulouse-Lautrec
  • Die Nacht als Material
  • Rolle der Nacht in religiösen Kontexten
  • Dämmerung als romantische Szenerie
  • Die Beleuchtung der Stadt
  • Nacht als dramaturgisches Mittel z.B. bei Joseph Wright of Derby
  • Die Farben der Nacht
  • Das Nachtstück als Sujet
  • Die Betrachtung der Gestirne
  • Auswirkungen der Nacht auf Architektur
  • Der Dualismus von Tag und Nacht
  • Nächtliche Rituale z.B. Totentanz

 

Kontakt
Postanschrift

Ulmer Verein - Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V.

c/o Institut für Kunst- und Bildgeschichte
Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6 
10099 Berlin