Ulmer Verein: Aktuell
UV-Mitgliedervollversammlung
Montag, 11. Oktober 2010, 18:00
Institut für Kunst- und Bildgeschichte der
HU-Berlin, Dorotheenstr. 28, 10117 Berlin, Raum 111
TOP 2 Festlegung der endgültigen Tagesordnung
TOP 3 kritische berichte: Diskussion über mögliche Strukturänderungen und Wahl neuer Redakteure
TOP 4 Wahl des UV-Vorstands
TOP 5 Allgemeines
Öffentliche UV-Tagung
Dienstag, 12. Oktober 2010, 10.00 – 19.00 Uhr
Kunsthistorisches Institut der FU Berlin, Koserstr. 20, 14195 Berlin, Hörsaal 1 B
(keine Tagungsgebühren; um Anmeldung wird gebeten: Henry Kaap (henry.kaap@gmx))
Universalität der Kunstgeschichte?
Methoden und Institutionen der Kunstgeschichte im globalen Kontext
Eine internationale Tagung des Ulmer Vereins für Kunst- und Kulturwissenschaft
in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin
Mit freundlicher Unterstützung der Fritz Thyssen Stiftung
Tagungsthema
Das europäische Projekt der "Kunstgeschichte" zielt bekanntlich nicht allein auf die Beschreibung, Deutung und Bewertung einzelner Kunstwerke in ihrem historischen Kontext. Vielmehr steht sie auch für eine Synthese von Geschichts- und Entwicklungsmodellen, Sammlungspraktiken, Beschreibungsformen und ästhetischen Theorien, die unter dem Eindruck politischer und industrieller Revolution sowie neuer visueller (Reproduktions-) Medien um 1800 ein neues Fach begründeten. Insgesamt verbindet sich die methodische Frage nach den Begriffen von Kunst und wissenschaftlicher Theorie mit der aktuellen wissenschaftspolitischen Frage nach einer Um- oder Neustrukturierung des Faches Kunstgeschichte und seiner Institutionen. Im Laufe der nunmehr über zweihundertjährigen Geschichte des Faches haben normative Begriffe, politisierende Tendenzen und ästhetisch-theoretische Avantgarden immer wieder einander gegenübergestanden, was dazu führte, dass sich das Fach unter Begriffen wie "Kunstwissenschaft" oder "Visueller Kultur" jeweils neu zu positionieren hatte. Dazu trugen schließlich auch Forderungen nach einer nicht-westlichen Perspektive, der Berücksichtigung des globalen Kunstaustauschs, der unterschiedlichen gesellschaftlichen Konzepte von Kunst und Ästhetik, Form und Funktion jenseits des europäischen Diskurses bei, die bereits vor über einhundert Jahren in ersten Ansätzen von der Wiener Schule erörtert worden sind und aktuell im postkolonialen Kontext eine neue Aufmerksamkeit erzielen.
"Globalisierung" und das, was jeweils als "Welt" verstanden wurde, ist kein neues Phänomen des XXI. Jahrhundert. So alt wie der internationale Handel ist sie abhängig von vielfältigen Faktoren – was sich ändert, sind die Perspektiven und Kräfteverhältnisse, aber auch die Technologien und Medien. Die Kunstgeschichtsschreibung im 19. Jahrhundert verfügte bereits über einen Universalitätsanspruch, der ideologisch jedoch in enger Verbindung zur kolonialen Expansion der europäischen Großmächte stand. Die "Weltperspektive" des Faches um und nach 1800 war bezogen auf ein anderes politischen und kulturelles System als das heutige; dennoch wirkt seine Tradition fort, wenn Forschung und Lehre zur "Kunstgeschichte" Asiens oder Afrikas immer noch unter dem Aspekt kultureller Eigenart und damit an den entsprechenden Lehrstühlen und Instituten zur Landes- oder Regionalkunde betrieben wird.
Die Tagung nimmt sich dieser Genealogie und Facettierung von Methoden an sowie der damit unmittelbar verbundenen Frage, wieso die außereuropäische Kunst nur an wenigen Instituten in Deutschland (z.B. FU Berlin, Heidelberg) als eigenständiges Teilgebiet einer übergeordneten "Geschichte der Kunst" in die Lehrpläne und organisatorischen Strukturen eingebettet ist. Die Tagung steht daher auch im engen Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Kunsthistorischen Instituts der FU als Institut für Kunstgeschichte im globalen Kontext. Weiterhin wird Methoden, Begriffe und Deutungsansätze gefragt, die geeignet sind oder entwickelt werden müssten, um die bisher nach verschiedenen Sprach- und Kulturregionen geordneten "Kunstgeschichten" der sogenannten außereuropäischen Kunst mit der europäischen Kunstgeschichte in einen Diskurs zu bringen. Von zentraler Bedeutung sind in diesem Zusammenhang grundlegende Kategorien wie der Werk- und Kunstbegriff, das Künstlerverständnis, funktionale Kontexte der Kunst, aber auch Konzepte von Historiographie und Ästhetik. Mit diesem Fragehorizont unterscheidet sich die Tagung vom Konzept der Global Art History, die sich vorrangig mit der aktuellen, durch ihre weltweite Verbreitung gekennzeichnete Kunstproduktion beschäftigt, und von einer World Art-History, die auf eine katalogisierende Erfassung der bildenden Künste aller Weltkulturen zielt.
Die Veranstaltung setzt sich kritisch mit neueren bildwissenschaftlichen Beiträgen auseinander, welche auf der Suche nach universell gültigen theoretischen Prinzipien der Bildwahrnehmung und -gestaltung die multiplen kulturellen und historischen Aspekte des Visuellen ausblenden. Sie behandelt außerdem die entgegen gesetzte Frage, inwieweit der interkulturelle Austausch und der Transfer von Kunstwerken, z. B. als Handelsgüter oder diplomatische Instrumente, selber eine Tradition aufweist, die es gestattet, alternativen "Vorgeschichten" der heutigen Kunstgeschichte zu rekonstruieren oder zu formulieren. In diesem Sinne zielt die Tagung auf eine kritische Reflexion von Begriff und Selbstverständnis gerade der "europäischen" Kunstgeschichte, wie sie in der Lehr- und Forschungspraxis, in Stellen- und Profilbeschreibungen vertreten werden. Die methodischen Kerninstrumente des Fachgebietes "Europäische Kunstgeschichte" (Biographik, Ikonographie, Stil- und Formanalyse, vergleichendes Sehen, Rezeptionsästhetik u. a.) sollen im Vergleich mit Formen außereuropäischer Kunst und Kunstgeschichtsschreibung einer theoretischen Revision unterzogen werden. Diese Fragen gewinnen vor dem Hintergrund der Planungen für das Berliner "Humboldt-Forum" besondere Dringlichkeit.
Programm
Dienstag, 12.10.2010
10.00 Begrüßung durch Klaus Krüger, Geschäftsführender Direktor des KHI und Forschungsdekan des FB Geschichts- und Kulturwissenschaften
10.15 Begrüßung/Einführung durch den Vorstand des Ulmer Vereins (Matthias Bruhn, Elke Werner)
10.30 Susanne Leeb (Berlin)
Universalismus oder Hegemonie? Zur Konzeption der „Weltkunst“ um 1900 und ihre Wiederauflage um 2000 (Arbeitstitel)
11.15-11.45 Pause
Einführung/Moderation: Lucas Elmenhorst (Frankfurt/Berlin)
11.45 Margit Kern (Berlin)
(Arbeitstitel) Lokal versus global - Kazike und Encomendero auf Steinkreuzen des 16. Jahrhunderts in Neuspanien
12.30 Monica Juneija (Heidelberg)
Kunstgeschichte und kulturelle Differenz – Erweiterung oder Paradigmenwechsel? (Arbeitstitel)
13.15-14.30 Mittagspause
Einführung/Moderation: Karin Gludovatz (Berlin)
14.30 Christian Kravagna (Wien)
Counterpoint: Eine postkoloniale Kunstgeschichte des Kontakts (Arbeitstitel)
15.15 Tobias Wendl (Berlin)
Zur Synthese ethnografischer und kunstwissenschaftlicher Methoden - Beispiele aus der Kunstgeschichte Afrikas
16.00-16.30 Pause
Einführung/Moderation: Philipp Zitzlsperger (Berlin)
16.30 Jens Baumgarten (São Paulo)
Kunstgeschichte statt Visueller Kultur - Historische Argumente beim Aufbau eines neuen Studiengangs in Brasilien (Arbeitstitel)
17.30 Podiumsdiskussion
Einführung/Moderation: Jochen Hennig (Berlin)
Kitty Zijlmans (Leiden), Birgit Mersmann (Bremen), Viktoria Schmidt-Linsenhoff (Frankfurt), Avinoam Shalem (München)
19.00 Umtrunk
Ort: Kunsthistorisches Institut der FU Berlin, Koserstr. 20, 14195 Berlin, Hörsaal 1 B
ARCHIV:
Als Fortsetzung der erfolgreichen UV-Tagung „Lösen Bilder Probleme?“ (2007) fandt im Mai 2009 die UV-Tagung in Dortmund statt:
Was man nicht kennt, kann man nicht lieben - Kunstgeschichte und interkulturelle Bildung
[Im Anschluss UV-Mitglieder-Vollversammlung am Samstag, ca. 14 Uhr, am Tagungsort]
Tagung des Ulmer Vereins in Kooperation mit dem Institut für Kunst und
Materielle Kultur der Technischen Universität Dortmund, dem Museum am Ostwall
in Dortmund und dem Fachgebiet Denkmalpflege am Institut für Stadt- und
Regionalplanung der Technischen Universität Berlin
Freitag, 15. Mai und Samstag, 16. Mai 2009 in Dortmund
Die Teilhabe an der kulturellen Überlieferung ist ein Menschenrecht. Wie aber
ist die Vermittlung der kulturellen Monumente in den Bildungsprozessen an
deutschen Schulen gesichert? Wie werden Bauten und Kunstwerke für Kinder und
Jugendliche in einem Einwanderungsland zugänglich? Wie lassen sich zum
Beispiel der Kölner Dom - eingetragen in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes
- oder die Dortmunder Reinoldikirche mit ihren Ausstattungen kulturell
heterogenen Gruppen vermitteln?
Die Kunstgeschichte gibt auf der einen Seite die wissenschaftliche Kompetenz
für die Deutung der Werke, auf der anderen Seite aber haben das Fach und
seine Institutionen wenig Erfahrungen mit einem Kulturen übergreifenden Gespräch.
Die Tagung will das Themenfeld mit Kurzvorträgen und ausgiebigen Diskussionen
kartieren.
Freitag, 15. Mai 2009, 14.00 - 19.00 Uhr
Tagungsort: Museum am Ostwall, Dortmund
Begrüßung:
Prof. Dr. Kurt Wettengl, Direktor des Museums am Ostwall, Dortmund
PD. Dr. Philipp Zizlsperger für den Vorstand des Ulmer Vereins
Prof. Dr. Barbara Welzel, Technische Universität Dortmund
Projektberichte und Denkanstöße:
Prof. Dr. Gabi Dolff-Bonekämper (Technische Universität Berlin) - PD Dr.
Gabriele Genge (Universität Duisburg-Essen) - Anett Ladegast M.A.
(Humboldt-Universität Berlin) - Judith Ostermann M.A. (Humboldt-Universität
Berlin) - Prof. Dr. Kurt Wettengl (Museum am Ostwall, Dortmund) - PD. Dr.
Philipp Zitzlsperger (Humboldt-Universität Berlin)
- Diskussionen -
Moderation: Prof. Dr. Barbara Welzel (Technische Universität Dortmund)
Samstag, den 16. Mai 2009, 10.00 - 12.00 Uhr
Stadtspaziergang zum Dortmunder Mittelalter mit Berichten zu Projekten der
Kunst- und Kulturvermittlung in den vier Innenstadtkirchen:
Dr. Birgit Franke, Silke Rüsche M.A., Prof. Dr. Barbara Welzel (Technische
Universität Dortmund) mit Mitgliedern der Projektgruppe
Beginn: 10 Uhr in der Stadtkirche St. Reinoldi
Samstag, den 16. Mai 2009, 12.00 - 14.00 Uhr
Tagungsort: Museum am Ostwall, Dortmund
Projektberichte und Denkanstöße: Fortsetzung
- Diskussionen -
Moderation: PD. Dr. Philipp Zitzlsperger (Humboldt-Universität Berlin)
In der Zeit vom 12.-15. Mai 2009 wird in Dortmund zum zweiten Mal ein Zyklus
der KinderUni in den vier Innenstadtkirchen mit ihren herausragenden
mittelalterlichen Ausstattungen vom Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der TU
Dortmund ausgerichtet. Dieses Mal sind insbesondere alle dritten Schuljahre
(eine Jahrgangskohorte umfasst ca. 5.400 Schüler) eingeladen, um das Buch
"Dortmund entdecken. Schätze und Geschichten aus dem Mittelalter" (verfasst
von Birgit Franke und Barbara Welzel, mit Illustrationen von Frank Georgy und
Fotos von Rüdiger Glahs und Diethelm Wulfert; Bielefeld 2008/2. Auflage 2009)
im Rahmen einer von der Reinoldigilde zu Dortmund geförderten
Bildungsoffensive als Geschenk zu erhalten.
Am Freitag, den 15. Mai finden die Veranstaltungen der KinderUni zwischen 10
und 13 Uhr in der St. Petri-Kirche statt. Alle Tagungsteilnehmer sind zu
dieser Veranstaltung herzlich eingeladen.
Konzeption:
Prof. Dr. Gabi Dolff-Bonekämper
Fachgebiet Denkmalpflege
Institut für Stadt- und Regionalplanung
Technische Universität Berlin
Email: g.dolff@isr.tu-berlin.de
Prof. Dr. Barbara Welzel
Institut für Kunst und Materielle Kultur
Technische Universität Dortmund
Email: barbara.welzel@tu-dortmund.de
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten (per Email):
PD. Dr. Philipp Zitzslperger
Kunstgeschichtliches Seminar
Humboldt-Universität Berlin
Email: philipp.zitzlsperger@culture.hu-berlin.de
Im Rahmen der Dortmunder Tagung soll zugleich die nächste Mitglieder-Vollversammlung mit der Wahl des neuen Vorstandes stattfinden (Samstag Nachmittag).
Weitere projektierte Tagungsthemen:
- Kunstgeschichte zwischen Universität und Forschungsinstitut (Folgen des Bologna-Prozesses; Soziale Diskriminierung; Berufsfeld des Lecturers; Forschungsgelder ohne Lehrverpflichtung; Auslagerung der Forschung; Zielvorgaben für Professuren)
- Das kunsthistorische Publikations- und Verlagswesen (Entwicklungen des Buchmarktes; elektronische Publikationen; Popularität kunsthistorischer Literatur; Bedeutung von Bildreproduktionen; Problematik des Formates Tagungsband)
- Tendenzen des Kunstmuseums (Wandel des Berufsbildes; vom Volontariat zur Museumsassistenz; Finanzprobleme; Ausstellungsstrategien; globalisierter Betrieb u.a.)
- Denkmalschutz / Denkmalerrichtung?
Wir möchten hiermit alle Mitglieder und darüber hinaus auch alle Interessierten zur Mitarbeit anregen und würden uns über konkrete Vorschläge, Interessensbekundungen etc. freuen.
Meldet euch bei uns, wenn ihr eine Veranstaltung vorbereiten oder an einer Tagung mitwirken möchtet. Wir übernehmen die Koordination und können auch Auskünfte über mögliche finanzielle Unterstützung durch den Ulmer Verein geben.
Sanierungsfall Staatsoper Berlin Unter den Linden - ein offener Brief des Vereins für Kunst- und Kulturwissenschaften
In einem offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin haben die Mitglieder des Ulmer Vereins für eine Sanierung der Staatsoper Unter den Linden plädiert, welche mit Sensibilität und Augenmaß auf das bestehende Gebäude, seine Geschichte und seinen besonderen Standort eingeht.
Kurze Zeit hierauf wurde die Sanierung neu ausgehandelt und die bisher favorisierte Lösung zurückgestellt, um das Verfahren neu aufzurollen.
Das Schreiben des Vereins
ist hier
einzusehen.
Workshop zum geplanten Ehrenmal für die Toten der Bundeswehr
Der Brief ist Ergebnis der gleichnamigen Tagung, veranstaltet vom Ulmer Verein, Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften e.V., in Zusammenarbeit mit Zeitgeschichte-Online:
Humboldt-Universität
zu Berlin
Hauptgebäude
Unter den Linden 6
10099 Berlin
Raum 3071
22. September 2007, 14.00 - 17.30 Uhr
Die Bundesrepublik Deutschland bekommt ein zentrales Ehrenmal für die Toten der Bundeswehr. Ein öffentlicher Austausch über die Prämissen und Entwürfe war nicht gewollt. Dabei ist die Formensprache des Siegerentwurfs (dessen Rezeption der Tessenowschen "Neuen Wache" sowie die Bronzehaut aus symbolisierten, ausgestanzten Erkennungsmarken) ebenso diskussionswürdig wie die Standortfrage und das Wettbewerbsverfahren als solches.
Der geplante Workshop will dieser Auseinandersetzung das notwendige Forum bieten. Aus kunsthistorischer und kulturgeschichtlicher Perspektive soll nach der historischen und internationalen Verortung der Entwürfe, den Möglichkeiten eines formalisierten Gedenkens und der Problematik einer Sakralisierung des Soldatentods in der Demokratie, sowie der Einbettung des Monuments in das militärische Ritual gefragt werden.
Begleitend erscheinen bei Zeitgeschichte-Online Texte zum Bundeswehr-Ehrenmal von Manfred Hettling, Klaus Naumann und Christian Saehrendt, die in Kürze veröffentlicht werden:
http://www.zeitgeschichte-online.de/
Programm
Begrüßung: Elke A. Werner (UV-Vorstand/Berlin)
I. Fragen an den Entwurf
Moderation: Jan-Holger Kirsch (Potsdam) und Godehard Janzing (Berlin)
Einführung. Zu den Wettbewerbsbeiträgen
Maike Mügge (Giessen)
Das geplante Bundeswehrehrenmal im Kontext der symbolischen Bezüge seiner
Institution
Markus Euskirchen (Berlin)
Militärritual und Ehrenmal
Hans-Ernst Mittig (Berlin)
Zum Bundeswehrehrenmal: Zeitbezug, Ortswahl, Material
II. Tradition und Kontext
Moderation: Gabi Dolff-Bonekämper (Berlin)
Kerstin Klingel (Hamburg)
Das Ehrenmal in der Tradition deutscher Kriegerdenkmäler
Christian Fuhrmeister (München)
Karabinerschlösser 1939, Erkennungsmarken 2007
Kai Krauskopf (Dresden)
Architektur und die Wiedergeburt des Helden
Mitgliederversammlung des Ulmer Vereins
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Kontakt: Godehard Janzing <mail@gjanzing.de>
Zeitgeschichte-Online:
http://www.zeitgeschichte-online.de/
Weitere Links und Pressestimmen
zum Bundeswehrehrenmal:
http://www.gjanzing.de/bundeswehr_ehrenmal.htm
Geförderte
Projekte
Der Ulmer Verein kann kunst- und kulturwissenschaftliche Arbeitsgruppen, Veranstaltungen, Projekte und Publikationen, die den Vereinszielen entsprechen, mit finanziellen Mitteln unterstützen. Nachfolgend findet sich eine Aufstellung jüngerer und aktueller Förderungen:
Juli 2004 - Januar 2006:
- Die Freiheit der Anderen: Festschrift für Viktoria Schmidt-Linsenhoff zum 21. August 2004, hrsg. von Annegret Friedrich. Marburg: Jonas-Verl., 2004
- Ausst. Kat. Kunstgeschichte im Nationalsozialismus: Beiträge zur Geschichte einer Wissenschaft zwischen 1930 und 1950 ; [Begleitband zur Wanderausstellung "Kunstgeschichte im Nationalsozialismus", Bonn, Hamburg, Berlin März - Dezember 2005 hrsg. von Nikola Doll, Weimar: Verl. und Datenbank für Geisteswissenschaften, 2005
- Tagung und Publikation: Sammlerinnen zeitgenössischer Kunst. Von Peggy Guggenheim bis Ingvild Goetz, Neues Museum Weserburg Bremen, 12./13. November 2004, veranstaltet von Neues Museum Weserburg Bremen und der AG "Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts" des Ulmer Vereins (Thomas Deecke, Dorothee Wimmer, Carola Muysers)
- Schriftenreihe des UV, Neue Folge: Globalisierung, Hierarchisierung: Kulturelle Dominanzen in Kunst und Kunstgeschichte. Hrsg. von Irene Below und Beatrice von Bismarck, Marburg: Jonas-Verl. 2005 [hervorgegangen aus der AG Globalisierung des UV]
- Tagungsband: Kunstgeschichte an den Universitäten in der Nachkriegszeit (Reihe Kunst und Politik, Band 8), hrsg. von Martin Papenbrock, Osnabrück: Universitätsverlag Osnabrück bei V&R unipress 2006 [Akten der gleichnamigen Tagung am Institut für Kunstgeschichte der Universität Karlsruhe (TH), 14./15. Oktober 2005]
- Tagungsband: Bühnen des Selbst: Zur Autobiographie in den Künsten des 20. und 21. Jahrhunderts, hrsg. von Theresa Georgen, Kiel: Muthesius-Kunsthochschule 2006
Februar 2006 - Januar 2007:
- Tagung: KSK Marburg, 25.-28.05.2006, Thema: "Ideale"
- Tagung KSK Tübingen, 1.-3.12.2006, Thema: "Grenzgänge"
- Publikation: Freundschaft. Motive und Bedeutungen (Veröffentlichungen des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München, Bd. 19), hrsg. von Sibylle Appuhn-Radtke und Esther P. Wipfler, München, 2006
- Tagung: Geschmacks- und Sozialgeschichte des Kunstsammelns im Wilhelminischen Kaiserreich und in der Weimarer Republik, Kunsthalle Kiel, 19.-20.1.2007, Organisation Kunsthistorisches Institut Kiel / AG Künstlerinnen im 20./21. Jahrhundert / Richard-Schöne-Gesellschaft für Museumsgeschichte e.V. / Kunsthalle zu Kiel
- Eine Förderung von H-ArtHist, dem Netzwerk für Kunstgeschichte im H-Net, wurde bewilligt.
Tagung des Ulmer Vereins
in Berlin (12.-13. Januar 2007)
"Lösen Bilder Probleme? Neue Aufgaben einer Kritischen Kunstgeschichte"
Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden
6, Hörsaal 3075
Programm
als PDF-Download
Protestschreiben des UV zur geplanten Zerschlagung des Bestandes der Karlsruher Handschriften
Berlin, den 04. Oktober 2006Sehr geehrter Herr Kulturstaatsminister,
der "Ulmer Verein - Verband für Kunst- und Kulturwissenschaften" (www.ulmer-verein.de) ist eine Interessensvertretung von Kunsthistorikerinnen und Kunsthistorikern aus den geisteswissenschaftlichen Bereichen der Denkmalpflege, Museen, Universitäten und freiberuflichen Sparten. Der Ulmer Verein wendet sich mit diesem Schreiben an Sie, um seiner großen Besorgnis über den geplanten Verkauf der Karlsruher Handschriften Ausdruck zu verleihen. Wir schreiben ausdrücklich Sie an, Herr Kulturstaatsminister, da dem Tagesspiegel vom 01. Oktober 2006 zu entnehmen ist, daß beim momentanen Stand der Entwicklung allein der Kulturstaatsminister noch die Möglichkeit besitzt, diese wohl beispiellose, staatlich verordnete Kultur-Barbarei zu verhindern.
Die baden-württembergische Landesregierung ist dabei, die traditionsreiche und einmalige Handschriftensammlung der Landesbibliothek Karlsruhe zu zerreißen. 70 Millionen Euro, so die durchaus vage Hoffnung, soll der weltweite Verkauf von 3500 Handschriften aus dem Gesamtbestand von 4200 Codices einbringen. Der Ausverkauf kultureller Identität, dazu rufen wir Sie dringend auf, muß verhindert werden. Die profitorientierte Ökonomisierung unserer Gesellschaft ist weit genug fortgeschritten. Es ist Zeit, zukunftsweisende Maßstäbe zu setzen und den Raubbau an Kulturgütern der Länder ebenso zu stoppen, wie deren finanzielle Vernachlässigung.
Der Ulmer Verein schließt sich dem Protestschreiben der amerikanischen Geisteswissenschaftler vom 22. September 2006 (erschienen in FAZ, 28.09.06) ebenso an, wie er noch einmal ausdrücklich an den klärenden Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 28. September 2006 erinnern möchte, in dem der Autor, Prof. em. Dr. Reinhard Mußgnug, sehr eindeutig die juristische Lage klärt. Daraus geht hervor, daß nicht nur die Handschriftensammlung der Badischen Landesbibliothek als ursprüngliches Kronvermögen seit 1818 längst in Staatsvermögen übergegangen ist. Ihre zum Verkauf freigegebenen Bestände sind nicht Eigentum des Markgrafen von Baden. Deren Räumungsverkauf wäre also nicht nur aus moralisch-kulturpolitischer Perspektive, sondern ebenso juristisch aufs schärfste zu verurteilen.
Im Namen der Mitglieder des Ulmer Vereins
Hochachtungsvoll,
der UV-Vorstand











